Strom verheizen – BEC Modul Castle CC BEC (Spannungwandler)

Braucht ein einzelner Verbraucher eine tiefere Betriebsspannung, also der Rest des Modells, bieten sich sogenannte Spannungwandler oder BECs an. Bis vor kurzem war diese Aufgabenstellung für mich nie ein Thema und ich war deshalb im ersten Moment auch ein bisschen ratlos. Ich habe eine Bordspannung von 12 V und ein Servotester, der nur bis 6 V zulässt. Das bedeutet, ich muss für diesen Servotester 6 V verheizen.

Castle CC BEC
Ich bin nicht wirklich der Elektronikhirsch und bekomme auch jedesmal fast Krämpfe, wenn mir einer ein Schema vor die Nase hält und mir triumphierend weismacht, dass ich mein Problem so lösen kann. Falsch! So kann ICH das nicht lösen, weil ich diese Schemas einfach nicht verstehe. Ich weiss schon, dass das vom Gegenüber nur gut gemeint ist! Mittlerweile habe ich zwar knapp kapiert, um welche Bausteine es sich jeweils handelt und wie das so ungefähr gedacht ist. Aber wenn es dann ums Eingemachte geht, nämlich das Verlöten der Teile, stehe ich öfters da wie der Esel am Berg. Ja, ich verfluche diese Schemas, sie bringen MIR nämlich nichts, ich weiss weniger als vorher.

Aber ja, ich weiss, dass diese Schemas genau aussagen, wie, was ,wo funktioniert und eindeutig zu lesen sind ohne lange Anleitung zu schreiben – aber nur für Leute, die das mal gelernt haben! Ich weiss auch, dass sie nur gut gemeint sind.

So genug Dampf abgelassen 😉
Das heisst also, dass ich die obige Aufgabe nicht mit einem „einfachen“ Widerstand und ein paar Dioden lösen kann. Deshalb bin ich auch bereit ein paar Geld mehr für einen fertigen Baustein zu bezahlen. Ich googelte nach Spannungswandler und Modellbau. Tja, als Ergebnis bekam ich fast nur grössere Netzteile zurück. Bis ich dann irgendwie auf die Idee kam, nach BEC zu suchen. Ein netter User in einem Forum gab mir dann noch zusätzlich den Tipp für ein CTI-Modul. Genauer das CTI X-BEC. Dieses Modul kann man mit verschiedenen Ausgangsspannungen haben oder auch nach Wunsch bestücken lassen. Ein wirklich tolles Produkt, einfach und günstig!

Nun war Freitagabend und ich wollte am Tag darauf an meinem Projekt weiter machen und war deshalb auf ein solches Modul angewiesen. Weil mein lokaler Modellbauhändler keine CTI-Module führt und eine Onlinebestellung zeitlich nicht drin lag, schaute ich nach einer Alternative um und wurde beim gleichen lokalen Modellbauhändler auch fündig.

Der Verkäufer riet mir zu einem Castle-CC-BEC. Bis jetzt hatte ich noch nie etwas davon gehört. Castle Creations kommt aus den USA und ist wahrscheinlich eher bei den Luft-Piloten oder den RC-Cars Fahrern bekannt. Mein Wochenende schien gerettet zu sein, auch wenn dieses Teil etwas teuer als das CTI war.

Gemäss Website von Castle-CC-BEC, lässt sich die Ausgangsspannung beliebig einstellen. Das finde ich toll, kann ja sein, dass ich einmal eine andere Spannung benötige. Ich sah aber kein Poti oder ähnliches. Wie soll das gehen? Castle Creations hat das auf eine andere Art gelöst, per Software! Ok, man muss nochmals 25 CHF hinlegen und man bekommt ein USB-Kabel mit einem Interface. Dieses Interface passt zu allen Castle-Produkten. Auf dieses Interface wird das Model gesteckt, die Software von Castle heruntergeladen, installiert und mit ein zwei Klicks kann man die Werte verändern. Gefällt mir!

Zugegeben, irgendwie Luxus, aber für mich als Elektronik-Analphabet wirklich sehr gut. Zu erwähnen ist auch, dass sich mit diesem Interface und der Software auch andere Castle-Produkte anpassen lassen!

Ich werde die Software in einem späteren Artikel vorstellen.

 

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über chef

Hallo, ich heisse Fabian und bin hier der Hausmeister. Mich interessiert zwar die ganze Bandbreite im Modellbau, mein Fokus ist aber der Funktionsmodellbau. Speziell RC-Modellnutzfahrzeuge. Ihr findet mich auch auf Twitter, Facebook und Google+

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